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28.06.11: Tree of Life - Film oder Gebet?

Klar, dass mich der Film "The Tree of Life" neugierig gemacht hat - geht es doch um die ganz großen Fragen des Menschen: Haben universeller Makrokosmos und familiärer Mikrokosmos einen letzten Sinn? Zählt der Lebensbaum Darwins oder der Lebensbaum der Religionen? Der Film zeigt die Ambivalenz des Daseins: Schönheit und Leid - Im Großen wie im Kleinen. Immer wieder fragt der Film ähnlich wie Wolfgang Borchert über das Leid: "Wo warst Du?". Er stellt sich also im Kern der Theodizeefrage, dem "Fels des Atheismus" (Georg Büchner). Und: Er gibt Antworten. Überzeugende?
Zugegeben: Mich hat der Film eher enttäuscht als überzeugt. Dass man auch gegenteiliger Meinung sein kann, zeigt die Verleihung der Goldenen Palme und die wertschätzende Besprechung von Michael Schramm, der "Malicks Opus unbedingt sehenswert" findet. Er schließt: "Am Ende illustriert der Film eine Diagnose, die der Philosoph Alfred North Whitehead unserer Zeit schon vor Jahrzehnten ausgestellt hat: 'Die moderne Welt hat Gott verloren und sucht ihn.'"

[Zur Filmbesprechung von Michael Schramm]




Die goldene Palme Foto von Karel Leermans, CC-Lizenz




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