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14.04.10: Interview zum Sensationsfund

Die Paläoanthropologen fördern im Moment eine Sensation nach der anderen zutage. Nachdem der sibirische Hominidenfund die Vorstellungen der Wanderungsbewegungen und des Stammbaums unserer Vorfahren revidiert hat, steht nun die Science-Veröffentlichung des Australopithecus-sediba-Fundes im Zentrum des Interesses. Schließt der Fund die Lücke zwischen Australopithecus und Homo, und entschleiert er damit das Geheimnis unseres Ursprungs?

Dr. Peter Schmid vom Anthropologischen Institut und Museum der Universität Zürich ist Co-Autor des Science-Artikels und war an der "Entdeckung dieses neuen Meilensteins in der Menschheitsgeschichte" beteiligt. Das Interview liefert also Informationen aus erster Hand. Die Fragen stellte Heinz-Hermann Peitz.

[Das gesamte Interview zum Download [16.666 KB] ]




Dr. Peter Schmid Australopithecus sediba ist das neue Referenzobjekt zur Neu-Definition von Australopithecus und Homo (Foto von Marita Fuchs mit freundl. Genehmigung von P. Schmid)

Interview mit Peter Schmid




Aus der Pressemitteilung:
Bis heute fehlt eine gesicherte Verbindung zwischen den Gattungen Australopithecus und Homo. "Unsere Hominidenart könnte eine Ahnenform der Gattung Homo sein", sagt Peter Schmid. Möglich ist ebenfalls, dass er ein enger Verwandter einer solchen Ahnenform ist, die noch einige Zeit neben den ersten Vertretern der Gattung Homo existierte. Die Skelette aus Malapa zeigen auf jeden Fall eine Übergangsform eines Hominiden, der klein gewachsen ist und mehr in den Bäumen lebt, zu einem möglicherweise am Boden lebenden Zweibeiner, wie zum Beispiel dem Homo erectus. "Die neue Hominidenform erfordert eine Neudefinition der Gattung Homo und die Lehrbücher müssen neu geschrieben werden", erklärt Peter Schmid.




Ort des A. sediba im Hominidenstammbaum Grafik von Peter Schmid mit freundlicher Genehmigung




Australopithecus sediba in der Presse




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